Der achtundsechzigste Breitengrad

Wie sich durch Zufall mein ganzes Leben veränderte.

Selbst ein gebrochener Fuß kann mich nicht aufhalten

Hallo ihr Lieben 😊

sicher seid ihr tierisch gespannt und fragt Euch seit längerer Zeit, was wohl aus mir geworden ist.

Mystische Bergtour in Bjørnskinn

Über hundert lichtreiche- und erhellende Tage verbringe ich nun schon in nördlichen Gefilden, mit Höhen und Tiefen, wie das Leben eben so spielt und wie es auch an der atemberaubenden norwegischen Landschaft auszumachen ist. Ja, Norwegen. Norwegen, dass Land, das mich schon im letzten Jahr auf meiner gemeinsamen Reise mit Tommy und Sunny im Wohnmobil nachhaltig beeindruckte. Noch nie hatte ich mich in einem Land derart geborgen und zufrieden gefühlt. Nie lagen für mich Angst und Schrecken und Freude und Glückseligkeit näher beinander als hier. Ich erlebte die unglaublichsten Dinge, konnte in die unbändige- und unberührte Natur des Nordens eintauchen und mich in den magischsten Momenten baden.

Entdeckungen während einer Segeltour
Haukenes am Abend

Ich bin sehr froh über viele Zufälle hier gelandet zu sein, denn Norwegen ist weit mehr für mich als eisige Winde, unendliche Dunkelheit, blutrünstige Mückeninvasionen und ewiger Schnee.

Schlittenfahrt im Mai

Nein, Norwegen ist Zufriedenheit, der Einklang mit der Natur, Lebensfreude, Füreinander da sein, Farbenvielfalt und Magie.

Der Blick vom Hausberg

Nun bin ich also wirklich in „Norge“ gelandet, durfte mich bis weit in den Mai, bei jeder Menge unschlagbarer Schlittentouren mit den liebsten Hunden der Welt, durch Schneemassen kämpfen, durfte in der Einsamkeit mit Schneeschuhen an den Füßen Berggipfel sammeln, durfte viele sehr nette Menschen kennenlernen, durfte mich an Tierbegegnungen erfreuen, durfte mich schwitzend in der intensiven Sonne über unfassbare Holzhäufen hermachen, Lagerfeuer entzünden und Boller (süße Brötchen, zB Zimtschnecken oder ähnliches) backen.

Frisch gebackene Mandelboller
Kaffee läuft

Sehr nachhaltig beeindruckt hat mich die Rentiermarkierung Ende Juli, während der die schwedischen Samen (das einheimische Volk) ihre Kälber aus hunderten von Tieren erkannten, einfingen und an den Ohren ihr ganz eigenes Zeichen einritzten, um ihre Rentiere wieder zuerkennen – ein Erlebnis, das man in seinem ganzen Leben nicht mehr vergessen wird. Ein wahnsinniges Gefühl in der wallenden Meute zu stehen, zu Beobachten wie die Rentierherde immerfort im Kreis läuft, sich die strahlende Sonne hinter dem Berg hervor kämpft und sich über die feuchten und kühlen Wiesen legt.

Nebelschwaden wabern durch die Rentierherde

Dann schleicht sich dichter Nebel aus dem Tal durch die Menge und umhüllt die sowieso schon surreal wirkende Landschaft mit einem Tuch purer Mystik. Nach etwa zwei Minuten ist das ganze Spektakel wieder vorbei, der Nebelschleier löst sich friedlich aus der Umgebung und heißt den frühen Morgen herzlichst Willkommen, während sich die noch schneebedeckten Berggipfel am Horizont in der Morgensonne fläzen und sich der Fluss am Boden der mächtigen Bergkette im Hintergrund verschlafen in seinem Bett zu räkeln beginnt.

Nachts bei der Rentiermarkierung

Auch wenn mein neuer Weg den ich eingeschlagen habe, sicher nicht einfach wird und mich vor unglaubliche Entscheidungen stellt, die ich eigentlich nie treffen wollte, weiß ich genau, wo ich hingehöre, denn ich bin Zuhause angekommen. Ich bin endlich da.

Alta (rechts ☺️) und ich (links ☺️)

Manchmal sorgt das Universum dafür, dass wir genau dort landen, wo wir hingehören.

Ich hoffe, Euch geht es gut 😊

Bis bald,

Eure Kati 😊😊

Meine kleine Borga

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