Es gibt zwei Arten sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles eines 😊. (Albert Einstein)

Hallo ihr Lieben 😊

in meinem heutigen „Wort zum Sonntag“ ☺️ berichte ich Euch ein letztes Mal aus meinem geliebten Irland 😊 Die Produktion für das nächste Backheft (Ausgabe 4) steht in den Startlöchern, dass heißt, ab morgen wird gebacken wie die Wilden ☺️ Und Ende Oktober gehts mit unserem Hab und Gut, ins schöne Italien 😊 Ich freue mich schon uuunglaublich 😊😊 Viel Freude beim Lesen 😊

Kalt klatscht der Regen auf die Windschutzscheibe. Wir drehen die Heizung etwas höher und genießen die wohlige Wärme, die durch die Lüftungsschlitze des Autos, in den Innenraum dringt. Noch etwa eine Stunde verbringen wir im geliehenen Renault, um anschließend den Killarney National Park zu besuchen. Mit jedem Kilometer, den wir hinter uns lassen, dehnt sich die dunkelgraue Wolkendecke und lässt die hellen Strahlen der Sonne, Stück für Stück hindurch dringen.

Kaum haben wir einen geeigneten Parkplatz gefunden, schon stehen wir gut gelaunt am Eingang des Parks. Wir werfen einen kurzen Blick ins Besucherzentrum und machen anschließend einen kurzen Abstecher in Richtung der Toiletten. Als sind wir aus der Türe treten, steht innerhalb kürzester Zeit, ein junger Mann vor unserer Nase und bietet an, uns während einer einstündigen Kutschfahrt die Umgebung, geschichtliche Hintergründe mit eingeschlossen, zu zeigen. Natürlich können wir dieses freundliche Angebot nicht abschlagen. Wir finden uns sitzend, auf der klappernden Pferdekutsche, wieder. Erfreut höre ich dem jungen Mann zu, wie er uns vom Muckross House erzählt. Ich schaue über das wunderschöne Landschaftsbild und genieße den Blick auf den Middle Lake, der von der linken Seite von Wolken überzogen ist. Mystisch ruht der See in seinem Bett, während der starke Wind die Wasseroberfläche in Wallung bringt.

Dann hält die Kutsche. Wir dürfen aussteigen und einige Meter aufwärts, zum Torc Waterfall laufen. Der Weg liegt in einem Waldstück und führt unter einem kleinen Steinbogen über das feuchte Erdreich und ein bisschen Laub, nach oben. Augenblicklich fällt mir wieder ein, wie ich damals mit meiner Mama die selbe Strecke (ohne Kutschfahrt – man wird halt älter 😁) hoch gewandert bin. Es ist schön, diese Erinnerungen aufleben zu lassen.

Ich freue mich über die Ruhe, die dieser besondere Ort ausstrahlt. Das Sonnenlicht blitzt durch das Blätterdach und glitzert im Wasser. Saftig-grüner Farn säumt das schmale und steinige Bett des ausklingenden Wasserfalls. Tief atme ich ein und sauge diesen wundervollen- und klaren Moment, in seiner vollen Schönheit auf.

Anschließend hebe ich meinen Blick und schaue dem klaren Wasser hinterher, dass sich einen Weg durch all die unzähligen- und vom Wasser abgerundeten weichen Steinen bahnt. Ich laufe ein Stückchen weiter und biege um eine Ecke, dann seh ich ihn, denn Torc Waterfall. Von weit oben rauscht er fröhlich, und getankt voller Sonnenschein, durch eine dichte Pracht aus Laubbäumen hindurch. Die feine Gischt, die der Wind mit sich bringt, weht den umstehenden Leuten ins Gesicht. Ich mag das total. Es ist zwar kühl, doch dieser liebevolle Gruß von „Torc“ macht mich irgendwie fröhlich ☺️

Ich spaziere an den vielen Menschen vorbei, um links ein paar glatte Steinstufen hoch zu springen. Ich beeile mich, schließlich wartet der Mann mit der Kutsche noch immer auf uns, doch die Zeit wird leider zu knapp, um die Treppe, in ihrer kompletten Länge, zu erklimmen. Also mache ich mich schlussendlich auf den Rückweg. Sofort hüpfe ich, über die Pritsche in den Wagen und schließe behutsam die Türe. Unser „Chauffeur“ nimmt erneut die Zügel in die Hand. Weiter geht die abenteuerliche Fahrt über die holprigen Sträßchen, an ein paar Wanderern vorbei und später zurück zu unserem ursprünglichen Ausgangspunkt. Dort bekommt der alte Gaul erstmal einen großen Schluck zu trinken, um anschließend geparkt zu werden. Zu dritt; mit Gaul; werden wir auf einem Foto verewigt. Wir bezahlen und beschließen kurz darauf, uns aufzuteilen. Ich möchte unbedingt die Gegend erkunden, während Sabine lieber in aller Ruhe die Atmosphäre auf sich wirken lässt.

Neugierig spaziere ich entlang des aufgewühlten Muckross Lakes und erfreue mich an der wunderbaren Natur. Überall grün. Die Blätter der Bäume, das Gras, alles leuchtet in einem kräftigen und saftigen grün.

Der Wind bläst mir um die Ohren und treibt mich zur alten Muckross Abbey. Schon von weitem erblicke ich die graue Abbey, mit einem ruinenhaften Friedhof und bunt zusammen gewürfelten Gräbern, davor. Der Himmel darüber leuchtet in einem hellen blau.

Als ich vor der Abbey stehe kann ich nur noch staunen. Der Moment ist einfach perfekt. Die uralte Abbey wurde 1340 von Franziskanern gegründet. Im offenen Innenhof der Ruine steht eine uralte Eibe, die bis weit in die Höhe ragt. Ehrfürchtig gehe ich durch den steinernen Gang und schaue durch die gewölbten Bögen zu der hohen alten Eibe.

Anschließend erkunde ich den Rest der Ruinenlandschaft und klettere über viele Treppen, bis oben auf das Dach. Manche Holztüren sind verschlossen, was das eindringen unmöglich macht und durch andere wiederum, kann man hindurch sehen und über den ganzen Friedhof hinweg blicken. Die Sonnenstrahlen und der wunderschöne blaue Himmel, mit den, vom Wind verschwommenen Wolken geben diesem Platz einen mystischen- und aufregenden Touch. Jedes Gebäude- und jeder Teil der Abbey scheinen sich im Detail, einwenig zu unterscheiden. In jedem Winkel entdecke ich etwas Neues.

Nach einer Stunde laufe ich die Strecke zum Muckross House zurück und begutachte dabei die akkurat geschnittenen Bäume, die auf überaus gepflegtem Land stehen. Wie riesige grüne Dreiecke am Stiel stecken sie in der Wiese.

Aus einiger Entfernung winkt mir schon das großartige Muckross House entgegen und lädt mich zu einem kleinen Rundgang durch, den dahinter versteckten Muckross Garden ein. Was für eine Farbenpracht. Eine unendliche Zahl an Blumen und Pflanzen sprießt gen Himmel und erfreut mich- und die vielen anderen Menschen, die sich hier heute zusammen gefunden haben, einige davon sitzen gemütlich auf ein paar Holzbänkchen verteilt.

Nun mache ich mich auf die Suche nach einer bestimmten Stelle, einer massiven Felswand, die ich damals, vor mehr als zehn Jahren, mit meiner Mama gefunden hatte, von wo aus man einen großen Teil des Muckross Lakes überblicken kann. Schnell ist die besagte Stelle gefunden. Nun kann ich noch für einige Minuten oberhalb des dunklen Wassers, die Ruhe und den Sonnenschein auf meinem Gesicht genießen. Es ist sooo entspannend 😊

Bevor ich Sabine antreffe, schaue ich mit, vor Staunen geöffnetem Mund, das Muckross House an. Die hübschen großen- und rechteckigen Fenster, die lustigen Schornsteine, der frischgemähte Rasen, alles scheint perfekt. Selbst die kühle Brise passt ausgezeichnet dazu, denn diese bringt die weißen Wölkchen am, sonst strahlend blauen Himmel, erst so richtig in Form. Als hätte man mit weißer Tafelkreide und mit Hilfe eines trockenen Schwammes, die Wolken verwischt 😊 Ich bin begeistert ☺️

Als wir wieder vereint am Auto ankommen, machen wir uns auf die Spuren nach einem außerhalb gelegenen Plätzchen, zum Kaffee schlürfen. Wie schön, dass Ross Castle, eine Burganlage aus dem 15. Jahrhundert, ein Stückchen unterhalb, eine kleine Holzbude mit Kaffee-Ausschank, für uns bereit hält. Viele bunte Ruderboote fahren auf dem See, während unsere Blicke über das Wasser des großen Muckross Lakes, in die Ferne schweifen.

Nach dem sich dieser tolle kleine Ausflug zur Burg, dem Ende zu neigt, plagt uns auch schon (mich ☺️) der Hunger. Uuuunbändiger Hunger ☺️ Seit dem Frühstück haben wir nichts mehr zwischen die Zähne bekommen. Wie, dass kann nicht sein? ☺️ Na gut.. ein kleines Sandwich mit Eiersalat und Mayo, musste zwischendurch schon sein. Ein klitzekleines Sandwich. Und ein Fanta, ein kleiner Becher Fanta. Aber das wars wirklich ☺️ Ehrlich ☺️

Nun sitze ich auf einem gemütlichen weichen Stuhl im Örtchen Spa, in dem gleichnamigen Restaurant: Spa Seafoods. Vor mir steht eine gigantische Portion Fish and Chips. (Logisch, was denn sonst? 😁)

Der Duft, der durch meine Nasenlöcher dringt, bringt mich um den Verstand. Ich bin hin und weg. Es ist einfach herrlich ☺️ Es gibt doch kaum etwas Schöneres, als dieses grandiose Mahl ☺️ Ich muss jetzt wirklich los, auf mich warten die besten Fish und Chips der Welt 😁

Bis bald,

Eure Kati 😊😊

Ps: Was ich jetzt noch nicht weiß: Am nächsten Tag das selbe Spiel ☺️☺️ Eine riesengroße köstliche Portion Fish and Chips ☺️☺️

PPs: Nach einem vorherigen längeren Abschieds-Spaziergang am Strand, bringt uns am übernächsten Tag, der Flieger- ohne nennenswerte Zwischenfälle, nach einem etwa zweistündigen Flug, heil- und unversehrt an den Flughafen Frankfurt Hahn 😊 Allerdings gibt es hier keine Fish und Chips. Es ist sooo traurig..

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